Die Rettenbachklamm in Graz – Naturerlebnis direkt im Stadtgebiet
Die Rettenbachklamm ist ein tolles Ausflugsziel für alle, die in Graz zuhause oder auch als Tourist unterwegs sind: Es ist die einzige Klamm, die sich direkt im Grazer Stadtgebiet befindet. Das macht sie zu einem der beliebtesten Ausflugsziele, weil du hier keine lange Anfahrt in die Berge brauchst. Du kannst sogar ganz entspannt mit der Straßenbahn hinfahren und bist innerhalb kürzester Zeit weg vom Asphalt und mitten im Grünen. Ob für einen ausgiebigen Spaziergang am Wochenende oder eine schnelle Runde nach der Arbeit, um den Kopf freizubekommen – die Lage in Mariatrost ist einfach unschlagbar praktisch.


Was genau ist die Rettenbachklamm?
Im Vergleich zu hochalpinen Steigen ist die Rettenbachklamm eher eine kleine, etwa 900 Meter lange Schluchtwanderung. Der Rettenbach hat sich hier über Jahrtausende bis zu 20 Meter tief in den Boden gegraben. In der Klamm ist um dich herum alles grün und du vergisst nach wenigen Metern in der Rettenbachklamm, dass du dich eigentlich in Graz befindest. Perfekt für einen kleinen Auslfug oder Spaziergang in der Stadt um schnell abzuschalten.
Das Gelände ist angenehm überschaubar: Vom Einstieg bis zum Ende überwindest du gerade einmal 70 Höhenmeter. Je nachdem, wie oft du für Fotos stehen bleibst, brauchst du für die Durchquerung etwa 30 bis 60 Minuten. Die Klamm ist als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen, weshalb man hier viel Wert darauf legt, alles so naturbelassen wie möglich zu halten. Trotzdem führen auch einige Brücken und Stege durch die Rettenbachklamm vorebi an kleinen Wasserfällen. Am oberen Ende läuft die Schlucht in einem flachen Waldstück unterhalb von Wenisbuch aus.

Wanderung durch die Klamm
Der Wanderweg bei der führt dich meistens direkt am Bachlauf entlang. Es geht über mehrere Brücken und Holzstege, sodass du immer wieder die Seite wechselst und einen guten Blick auf die kleinen Wasserfälle und Kaskaden hast. Der Weg ist gut begehbar, aber eben ein echter Waldpfad mit Wurzeln und Steinen. Besonders im Sommer ist es hier deutlich kühler als in der aufgeheizten Innenstadt, da die Schlucht und das dichte Blätterdach der Bäume die Hitze gut abschirmen. Falls es allerdings mal richtig stark regnet, kann der Bach schnell anschwellen – in solchen Fällen wird die Klamm aus Sicherheitsgründen auch mal gesperrt.
Im Anschluss an die Rettenbachklamm kannst du auch noch in eine Rundwanderung überleiten. Entweder geht es weiter nach oben auf die Platte von wo du von der Stephaniewarte eine hervorragende Aussicht auf das Grazer Umland hast. Alternativ geht es weiter durch den Wald bis zur Basilika Mariatrost am Purberg. Auch hier genießt du eine fantastische Aussicht.

Geologie und Besonderheiten
Wenn du genau hinschaust, entdeckst du in der Klamm dunkles, magmatisches Gestein – die sogenannten Diabase. Diese sind vulkanischen Ursprungs und rund 300 Millionen Jahre alt. Da sie viel härter sind als der restliche Sandstein der Grazer Bucht, trotzen sie dem Wasser länger und bilden markante Stellen im Bachbett.
Auch tierisch ist was los: Die feuchte Umgebung ist der ideale Lebensraum für Feuersalamander. Die schwarzen Tiere mit den gelben Flecken verstecken sich tagsüber gerne unter Steinen oder Wurzeln. Neben den Salamandern leben hier sogar auch sechs verschiedene Fledermausarten.
Rettenbachklamm mit Kindern
Für Familien ist die Klamm ideal, weil sie nicht zu lang ist. Kinder haben meistens Spaß daran, direkt am Wasser zu wandern und über die Brücken zu laufen. Da die Strecke mit knapp einem Kilometer recht kurz ist, kommen auch kleinere Kinder gut durch, ohne dass direkt die Puste ausgeht. An ein paar schmaleren Stellen oder höheren Stufen solltest du sie vielleicht kurz an die Hand nehmen, aber gefährliche Passagen gibt es eigentlich nicht. Wichtig ist nur: Der Kinderwagen muss zu Hause bleiben. Der Weg ist schmal, steinig und hat immer wieder Stufen. Wenn die Kids noch zu klein zum Selberlaufen sind, ist eine Kraxe die einzig sinnvolle Lösung.
Parken, Anfahrt und die Basilika
Das Parken direkt am Klammeingang ist mittlerweile nicht mehr möglich, aber in der näheren Umgebung gibt es genug Parkplätze, von denen aus du in wenigen Minuten zu Fuß beim Einstieg bist. Noch einfacher ist die Anreise mit der Bim mit der Linie 1 (Haltestelle Waldhof), von dort sind es nur ein paar Schritte. Wenn du nach der Klamm noch nicht genug hast, bietet sich ein Abstecher zur Basilika Mariatrost an, wenn du nach dem Ende der Rettenbachklamm nicht sowiso schon auf dem Weg dorthin bist. Von der Abzweigung am oberen Ende der Klamm ist es nur etwa ein Kilometer bis zum Purberg. Von dort oben hast du einen super Blick über Graz und kannst danach über die Angelus-Stiege direkt zur Endstation der Bim absteigen.
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