Litauen Sehenswürdigkeiten

Litauen Sehenswürdigkeiten

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Diese Litauen Sehenswürdigkeiten solltest du besuchen!

Wenn man an Urlaub denkt, hat man Litauen nicht sofort als Erstes auf dem Schirm – und genau das ist der große Pluspunkt. Es gibt tolle Litauen Sehenswürdigkeiten, die du besuchen solltest. Das Land ist kein glattgebügelter Touristenmagnet, sondern eher wie ein guter Geheimtipp, den man eigentlich für sich behalten möchte. Was die Litauen Sehenswürdigkeiten so attraktiv macht, ist die Unaufgeregtheit der Menschen und die Tatsache, dass alles noch echt wirkt. Man stolpert nicht von einer Fotofalle in die nächste, sondern findet sich plötzlich in einer verträumten Gasse in Vilnius wieder oder steht barfuß auf einer riesigen Düne an der Ostsee und hat das Gefühl, die Zeit wäre kurz stehen geblieben. Es ist ein Land, das dich nicht mit Glanz und Glamour beeindrucken wird, sondern mit Atmosphäre, viel Herz und einer Prise Eigensinn. Wer Lust hat, sich einfach mal treiben zu lassen und Orte zu entdecken, die eine echte Geschichte erzählen, wird sich hier verdammt wohlfühlen.

Vilnius Skyline

Das Herzstück des Baltikums: Vilnius und seine verborgenen Winkel

Wer zum ersten Mal durch die Straßen von Vilnius wandert, spürt sofort den besonderen Kontrast zwischen sakraler Ruhe und quirligem Stadtleben. Die Hauptstadt wird oft als das Rom des Nordens bezeichnet, was man spätestens dann versteht, wenn man den Blick über die Skyline schweifen lässt, die von unzähligen Kirchtürmen geprägt ist. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der St.-Annen-Kirche, die mit ihrer filigranen Backsteingotik fast wie ein flammendes Kunstwerk aus der Erde ragt. Nur wenige Schritte weiter taucht man in eine völlig andere Welt ein, wenn man die Brücke über die Vilnia nach Užupis überquert. Dieser Stadtteil hat sich eine anarchische Freiheit bewahrt, die man heute nur noch selten findet. An den Wänden hängen die Tafeln der Verfassung, die jedem Hund das Recht zuspricht, ein Hund zu sein, und jedem Menschen das Recht, unglücklich zu sein – oder eben auch nicht.
–> echt tolle Vilnius Sehenswürdigkeiten

Kathedrale St. Stanislaus Vilnius

Die majestätische Einsamkeit der Kurischen Nehrung

Fährt man nach Westen an die Küste, erreicht man mit der Kurischen Nehrung. Das ist sicher eine der meistbesuchten Litauen Sehenwürdigkeiten. Dieser Ort sucht weltweit seinesgleichen: Es ist ein schmaler Streifen Land, der das Kurische Haff von der Ostsee trennt und auf dem der Sand die Hauptrolle spielt. Im charmanten ehemaligen Fischerdorf Nida solltest du die gewaltige Parnidis-Düne erklimmen. Oben angekommen, fühlt man sich wie in einer Sahara des Nordens, während der Wind die Sandkörner über die Kämme treibt und den Blick auf das weite, glitzernde Haff freigibt. Diese Landschaft hat schon Thomas Mann so sehr fasziniert, dass er hier seine Sommer verbrachte, um in der Stille an seinen Romanen zu arbeiten. Die Nehrung ist jedoch nicht nur Natur pur, sondern auch ein Ort der Sagen. Im Wald von Juodkrantė, auf dem sogenannten Hexenberg, finden sich kunstvolle Holzskulpturen, die von Teufeln, Drachen und mythologischen Wesen erzählen und die tiefe Verbindung der Litauer zu ihren heidnischen Wurzeln verdeutlichen.

Kaunas – zweitgrößte Stadt Litauens

Kaunas eignet sich ideal als Ausflugsziel innerhalb Litauens, vor allem wenn du bereits in Vilnius unterwegs bist. Die Stadt liegt etwa 100 Kilometer westlich der Hauptstadt und ist mit dem Auto oder Zug in rund 1 bis 1,5 Stunden gut erreichbar. Vor Ort sind die Wege kurz: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß erkunden. Gleichzeitig bietet Kaunas eine spürbar andere Atmosphäre als Vilnius – etwas ruhiger, weniger touristisch und oft ein Stück authentischer. Gerade diese Mischung macht die Stadt so interessant. Du bekommst historische Altstadt, Architektur aus verschiedenen Epochen und entspannte Orte am Wasser, ohne große Menschenmengen. Wenn du Litauen etwas vielseitiger erleben möchtest, ist Kaunas definitiv ein lohnender Zwischenstopp oder Tagestrip.
–> so ist es in Kaunas

Wasserburg Trakai

Nicht weit von der Hauptstadt Vilnius entfernt, bietet Trakai ein Bild wie aus einer anderen Zeit. Die gotische Wasserburg, die leuchtend rot aus dem Wasser des Galvė-Sees hervorsticht, ist das Symbol für die einstige Macht des Großfürstentums Litauen, das einst bis zum Schwarzen Meer reichte. Das Museum im Inneren der Burg zeigt viele Exponate zum Leben der Großfürsten. Doch Trakai ist mehr als nur eine Fotokulisse. Es ist die Heimat der Karäer, einer kleinen Volksgruppe mit türkischen Wurzeln, die im 14. Jahrhundert als Leibwächter der Fürsten ins Land geholt wurden. Ihre traditionellen Holzhäuser mit den drei Fenstern zur Straße – eines für Gott, eines für den Fürsten und eines für den Gast – prägen bis heute das Straßenbild.Neben der Burgbesichtigung solltest du dort Kybynai probieren – das sind traditionelle Teigtaschen der karäischen Minderheit.

Wasserburg Trakai Litauen

Spirituelle Tiefe und der Widerstand am Berg der Kreuze

Ein Ort, der bei vielen Besuchern einen bleibenden, fast ehrfürchtigen Eindruck hinterlässt, ist der Berg der Kreuze bei Šiauliai. Es handelt sich dabei weniger um eine klassische Sehenswürdigkeit als vielmehr um ein monumentales Zeugnis menschlichen Durchhaltewillens. Über Jahrzehnte hinweg versuchten verschiedene Regime, die Kreuze zu planieren, doch die Menschen brachten sie im Schutz der Dunkelheit immer wieder zurück. Heute stehen dort Hunderttausende Kreuze in allen erdenkbaren Größen und Materialien. Wenn der Wind durch die eng stehenden Holzkreuze weht und die kleinen Rosenkränze gegeneinanderschlagen, entsteht eine ganz eigene, fast meditative Geräuschkulisse. Es ist ein Ort, der die Identität Litauens als ein Land, das niemals aufgegeben hat, perfekt verkörpert.

Kaunas als Zentrum des Modernismus und der Kuriositäten

Kaunas, die zweitgrößte Stadt des Landes, steht oft zu Unrecht im Schatten von Vilnius. Dabei bietet sie eine Architektur, die vor allem Fans der Zwischenkriegsmoderne begeistert. Als Litauen in den 1920er und 30er Jahren seine Hauptstadtfunktion nach Kaunas verlegte, entstand ein einzigartiges Ensemble aus Art-déco- und Funktionalismus-Gebäuden, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Kaunas ist jedoch auch die Stadt der Kontraste. Mitten im Zentrum findet man das Teufelsmuseum, eine Sammlung, die zeigt, dass die Litauer ein sehr entspanntes und oft humorvolles Verhältnis zum Bösen haben. In der Fußgängerzone Laisvės alėja, einer der längsten autofreien Straßen Europas, kann man unter alten Lindenbäumen flanieren und die pragmatische, aber herzliche Art der Bewohner erleben, die Kaunas zu einem pulsierenden Zentrum für Design und Street Art gemacht haben.

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